So läuft’s mit Diabetes

Das grundsätzliche Prinzip ist einfach: Bei sportlicher Tätigkeit die Insulindosierung reduzieren und gleichzeitig die Einnahme von Kohlenhydraten anpassen. Aber welche Tipps gibt es darüber hinaus? Lesen Sie hier die Lauftipps von Prof. Dr. med. Christoph Stettler, dem medizinischen Experten des STARK Marathon-Teams.

Typ-1

Auf die richtige Einstellung kommt es an! So lässt sich die Frage wohl am besten beantworten, ob und inwiefern Menschen mit Typ-1-Diabetes Sport betreiben können oder sollen.

Die mentale Einstellung stimmt bei Sportlern mit Typ-1-Diabetes erfahrungsgemäss: Sie sind meist höchst motivierte Menschen – schließlich stellt der Diabetes selbst bereits hohe Anforderungen bezüglich Disziplin und Ausdauer in Kontrolle und Therapie. Entscheidend ist vielmehr die auf den Sport abgestimmte Diabeteseinstellung.

Im „Selbstversuch“ kann es da im wahrsten Sinne des Wortes drunter und drüber gehen, wenn aus dem Leistungsgedanken heraus der Blutzucker lieber etwas zu hoch eingestellt wird, um unter Belastung eine Unterzuckerung zu vermeiden. Denn geschieht dies häufiger, wird sich die durchschnittliche Langzeitblutzuckereinstellung eher verschlechtern. Und das ungünstig hinsichtlich möglicher diabetischer Komplikationen.

Besser: Gemeinsam mit dem Arzt die Therapie so adaptieren, dass einerseits sportliche Leistungen sicher (also ohne Unterzuckerung) möglich sind und gleichzeitig die Blutzuckerwerte doch so normal wie möglich ausfallen.

Typ-2

Häufig nicht einfach, aber hocheffektiv, sind sportliche Aktivitäten für Menschen mit Typ-2-Diabetes. Aus medizinischer Sicht geht es in erster Linie um die Verbesserung der Stoffwechseleinstellung – also des Blutzuckers, des Blutdrucks und des Cholesterins. Der Grund: Das Risiko für Spätkomplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen lässt sich so nachweislich reduzieren.

Sport ist hier gleich dreifach gut. Denn: Der Stoffwechsel lässt sich günstig beeinflussen, indem man entweder das Fettgewebe reduziert, die Muskelaktivität erhöht oder die Muskelmasse vermehrt – oder durch eine Kombination aller drei Möglichkeiten. Also: durch Bewegung!

Allein die Erhöhung der Muskelaktivität beeinflusst den Stoffwechsel äusserst günstig. Das zeigt sich auch daran, dass sich Blutzucker, Blutdruck und Cholesterin häufig bereits innerhalb kurzer Zeit nach Aufnahme einer regelmässigen sportlichen Betätigung verbessern – selbst, wenn sich das Körpergewicht (noch) nicht reduziert hat.

Jeder Schritt ist deshalb für Menschen mit Typ-2-Diabetes ein Schritt in die richtige, weil gesündere, Richtung!

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Sanofi ist einer der führenden Anbieter von Lösungen für Menschen mit Diabetes. Zu unserem breiten Diabetes-Spektrum gehören neben Insulinanalogon- und Humaninsulin-Medikamenten, oralen Antidiabetika, Injektionshilfen und Blutzuckermessgeräten auch zahlreiche Services für Diabetes-Patienten, Mediziner und Diabetisches Fachpersonal. Mit der Initiative „STARK für’s Leben mit Diabetes” von Sanofi Diabetes laden wir zu kulturellen und sozialen Initiativen ein, unterstützen Diabetiker in sportliche Aktionen oder beteiligen uns an wissenschaftlichen Projekten.