RADTOUR IM VERCORS vom 3. bis 6. Juli 2014

Dank der Unterstützung von Sanofi Diabetes kann eine Gruppe von Diabetikern an 4 Tagen die schönsten Radwege in der Schweiz oder den Anrainerstaaten befahren.

Die Gruppe

Anfang Juli 2014 fand die 11. Fahrradtour der Walliser Diabetes-Gesellschaft in der Nähe von Villard-de-Lans in Frankreich statt. Die Gemeinde Villard-de-Lans liegt im Gebirgsmassiv und gehört zum regionalen Naturpark Vercors in den französischen Alpen (im Südosten von Frankreich). Das Gebiet befindet sich auch am südlichen Ende eines typischen Juratals.

13 Diabetiker, begleitet von zwei Diabetologen (Dr. Jacot und Dr. de Kalbermatten), konnten sich 4 Tage lang Herausforderungen und körperlicher Belastung stellen, aber auch Gastlichkeit und eine gute Stimmung erleben sowie eine atemberaubende Landschaft geniessen. Jeder konnte auch von den Erfahrungen der anderen, was den Diabetes und dessen Management während der anstrengenden Tour anging, profitieren. Wetten, dass sich die meisten von ihnen darauf freuen, im nächsten Jahr wieder an dem Abenteuer teilzunehmen!

CHRISTIAN, TEILNEHMER UND TYP 1-DIABETIKER, ERZÄHLT

Christian wollte täglich von den Hauptetappen seiner Rundfahrt berichten. Schlüpfen Sie in die Haut eines Typ 1-Diabetikers und erleben Sie die Rundfahrt, als wären Sie selbst dabei gewesen!

Vorname: Christian

Alter: 38 Jahre

Alter bei Erstdiagnose des Diabetes: 32 Jahre

Diabetes-Typ: Typ 1Therapie: Neues Basalinsulin: 14 Einheiten/Tag; prandiales Insulin: ungefähr 3 x 5 Einheiten/Tag

Für ihre Jahresfahrt hatte die Radgruppe der Walliser Diabetes-Gesellschaft, die überall in der französischsprachigen Schweiz ansässig ist, einstimmig die Region des Vercors gewählt. Diese Region ähnelt stark dem Wallis und dem Jura.

Vorbereitung


Bei der Vorbereitung auf diese Fahrradtage in der Nähe von Villard-de-Lans hatte ich vorsichtshalber schon 2 Tage vor der Abreise mein Basalinsulin auf 10 Einheiten pro Tag reduziert (allerdings mit einem gewissen Mass an Unsicherheit, da die Kinetik dieses Insulins länger ist als die meines bisherigen NPH-Insulins).

03.07.2014: 1. Tag


Nach einem guten Essen im Hotel "Le Christiana" haben wir unsere Fahrräder für die erste Fahrt in das herrliche Gebirgsmassiv Vercors bestiegen. Mit nur 2 Einheiten prandialem Insulin (anstatt 5) zum Ausgleich der Mahlzeit bin ich mit einem Blutzuckerwert von 12 mmol/L und 2 Trinkflaschen gefüllt mit Energiegetränken losgefahren. Die Strecke war gut befahrbar und einige Meter Höhenunterschied haben nicht ausgereicht, um mich in den roten Bereich zu bringen. Zählt man den zusätzlichen Abstecher nach Corrençon-en-Vercors mit, habe ich insgesamt 55 km und 800 m Höhenmeter an diesem Tag bewältigt und mein Blutzucker lag bei 7,2 mmol/L bei der Ankunft.

04.07.2014: 2. Tag


Beim Aufwachen hatte ich einen Blutzuckerwert von 20,1 mmol/L! Die Mahlzeit am Vorabend war zu reichlich und das Basalinsulin zu stark reduziert. Ich habe mir 8 Einheiten des schnell wirkenden Insulins zum Ausgleich gespritzt und sofort gefrühstückt. Nach etwa einer Stunde auf dem Rad, fanden wir uns am Fuss des Gebirgspasses Col du Rousset ein. Die Sonne war mit von der Partie, aber die "Beine haben versagt." Ich habe angehalten und mein iBGStar® zeigte gnadenlos eine ausgeprägte Hypoglykämie mit einem Wert von 2,9 mmol/L an. Eine Cola vor der Weiterfahrt zum Gebirgspass war nötig. Nach einer kleinen Reifenpanne kamen wir in La Chapelle-en-Vercors an, wo wir eine wohlverdiente Mahlzeit auf einer Terrasse in der Dorfmitte einnahmen. Der Blutzucker lag bei 8,3 mmol/L. Die Rückkehr ins Hotel verlief ruhig über die Gorges de la Bourne. Gesamte Tagesleistung: 95 km und 1400 Anstieg in Höhenmetern.

05.07.2014: 3. Tag


Dank der Erfahrungen von gestern erwachte ich mit einem Blutzucker von 12 mmol/L und einer immer noch reduzierten Dosierung des Basalinsulins.
Auf dem Programm standen normalerweise 95 km und ca. 1800 m Höhenmeter Anstieg. Für die Vernünftigeren waren es 65 km und 1700 m Höhenmeter Anstieg.


Die Strecke kündigte sich als recht gewagt an und begann am Anfang mit einer leichten Steigung von 6 - 8 %. Durch einen kleinen Fehler aller beim Kartenlesen haben wir die Hochebene von Fond d'Urle entdeckt. Dies hat unsere Tour um ungefähr 20 km und einige hunderte von Höhenmetern verlängert. Eine schier endlose Abfahrt von mehr als 12 km mit fantastischen Aussichten führte uns zum Essen in eine schöne Herberge in der Nähe von Chorrange, wo wir mit fast 2 Stunden Verspätung ankamen. Die Blutzuckerwerte lagen in der Nähe von 3 mmol/L und einige hatten sogar vorübergehend ihre Insulinpumpe angehalten. Die reichhaltige Mahlzeit hat uns gut getan. Die restlichen 800 m Höhe waren nicht einfach, vor allem da der Belag in den Schluchten der Bourne einige an das Kopfsteinpflaster in Paris-Roubaix erinnerte. Wir beendeten den Tag mit über 110 km und 2300 m Höhenmetern in den Beinen.

06.07.2014: 4. Tag


Nach den Anstrengungen des Vortages sind wir am Sonntag nicht in die Pedale getreten. Nach einem Besuch auf dem Markt Villard-de-Lans und einem gemeinsamen Umtrunk ist jeder wieder in seine Heimatregion zurückgekehrt.

Ein großes Dankeschön gilt insbesondere der Walliser Diabetes-Gesellschaft für die Organisation, unseren beiden Ärzten für ihre Anwesenheit und ihre wertvollen Ratschläge, Sanofi Diabetes für seine grosszügige Unterstützung durch STARK und allen Teilnehmern für die gute Stimmung.

Christian B.

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Sanofi ist einer der führenden Anbieter von Lösungen für Menschen mit Diabetes. Zu unserem breiten Diabetes-Spektrum gehören neben Insulinanalogon- und Humaninsulin-Medikamenten, oralen Antidiabetika, Injektionshilfen und Blutzuckermessgeräten auch zahlreiche Services für Diabetes-Patienten, Mediziner und Diabetisches Fachpersonal. Mit der Initiative „STARK für’s Leben mit Diabetes” von Sanofi Diabetes laden wir zu kulturellen und sozialen Initiativen ein, unterstützen Diabetiker in sportliche Aktionen oder beteiligen uns an wissenschaftlichen Projekten.