RADTOUR IM NATURPARK MORVAN IM JUNI 2015

Dank der Unterstützung von Sanofi Diabetes kann eine Gruppe von Diabetikern an 4 Tagen die schönsten Radwege in der Schweiz oder den Anrainerstaaten befahren. Die täglichen Strecken sind je nach Pässen zwischen 50 und 100 km lang und werden je nach Tagesetappe organisiert. Die Atmosphäre ist immer sehr angenehm und die Betreuung durch Fachleute ermöglicht den Diabetikern, sich während dieser Belastungen auszutesten.

Ende Juni 2015 war es wieder soweit. In der Nähe von La Petite Verrière im Naturpark Morvan in Burgund fand die 12. Fahrradtour der Walliser Diabetes-Gesellschaft statt. Der Morvan ist ein Granitmassiv im östlichen Frankreich, was sich geologisch durch dichte Mischwälder und grosse Heideflächen auszeichnet.

Begleitet von zwei Diabetologen (Dr. de Kalbermatten und Dr. Jacot), stellten sich 14 Diabetiker 4 Tage lang den Herausforderungen und der körperlicher Belastung, aber konnten auch Gastlichkeit und eine gute Stimmung erleben sowie eine atemberaubende Landschaft geniessen. Jeder konnte von den Erfahrungen der anderen, was den Diabetes und dessen Management während der anstrengenden Tour anging, profitieren. Wetten, dass sich die meisten Teilnehmer auf eine Tour im nächsten Jahr freuen!

ANNE-LISE, TEILNEHMERIN UND TYP 1-DIABETIKERIN, ERZÄHLT

Schlüpfen Sie in die Haut einer Typ 1-Diabetikerin und erleben Sie die Rundfahrt, als wären Sie selbst dabei gewesen!

1. Tag


Für mich ist es das 6. Mal, dass ich bei der Velotour der AVSD mitmache. Da sind wir jetzt alle wieder zusammen bei La Petite Verrière im Naturpark Morvan in Burgund.
Die Herberge «Auberge de la Chaloire» hat uns einen fürstlichen Empfang bereitet. Auf der Terrasse sind 17 meiner Velofreunde und die Doktoren Jacot und De Kalbermatten sind auch dabei: was für eine Freude, dass wir uns wieder treffen… Na, und endlich ein neues Gesicht, ein kleiner Junge, 14 Jahre alt - er wird uns auf der ganzen Tour beeindrucken.

Nach einem grossen Teller Spaghetti Bolognese schwingen wir uns auf den Sattel und los geht’s, 60 km weit bei 643 m Steigung.

Wenn ich mit dem Velo losfahre, möchte ich meinen Blutzucker über 10,0 mmol/l haben, damit ich nicht zu bald wieder anhalten muss. Heute habe ich 12,4 mmol/l: Tadellos! Beim ersten Halt, bin ich schon auf 6,5 mmol/l, und mein Zuckerspiegel sinkt immer weiter ab. Ich nehme 2 Stück Traubenzucker, und weiter geht’s. Meine Pumpe funktioniert mit den üblichen 15 % Basalwert. Die Strecke ist herrlich, wir bedauern nicht hier zu sein.

Ich komme im Hotel an, und mein Blutzucker ist auf 4,5 mmol/l : Perfekt, und nicht einmal eine Unterzuckerung!!

Was dann kommt ist für mich schwieriger. Meine Leber arbeitet weiterhin und hat restlos genug davon «falschen Zucker» zu produzieren…und ich werde mich bald ziemlich ausgelaugt fühlen - das heisst: steife Beine als ich bei Tisch ankomme und einen Zuckerspiegel von 18,5 mmol/l.; Ich gebe mir einen Bolus von 1,5 IE beim Aperitif und 4,5 IE beim Abendessen. Ich lege mich nieder mit 7,8 mmol/l und wache mit 7,5 mmol/l auf -zum Glück ist das in der Nacht stabil.

2. Tag: Die Rundstrecke ist länger, 83 km und insgesamt 1441 m Steigung.


Die Strecke ist wieder einmal wunderbar und mit viel Schatten…Die Steigungen sind lang, aber regelmässig; man strampelt, jeder nach seinem Rhythmus.

Auch dieses Mal, keine Unterzuckerung und die Zuckerspiegel zwischen 4,5 und 7,0 mmol/l, ausser bei der Ankunft… da ist mein Zuckerspiegel wieder hochgegangen, auf 15,2 mmol/l.

Ich bringe das ganz schnell wieder in Ordnung und gebe mir 3 IE Bolus, mein Grundbedarf ist auf 150 %. Nach der Dusche, einer Weinprobe (Biowein) und Schafkäse… Oh, Oh, Oh…. habe ich beim Abendessen am Anfang noch 15,5 mmol/l, aber das ist stabil. Ich gebe mir einen normalen Bolus von 5 IE (Dessert verpflichtet) und lege mich mit einem Zuckerspiegel von 8,5 mmol/l nieder.

3. Tag: 93 km und 1819 m Steigung (wir spüren schon ganz schön unser’n Hintern…)


Der Strassenbelag ist besser als gestern Abend, zum Glück. Der Hintern tut weit weniger weh, als wir mittags zu einem kleinen See kommen, wo wir die Sandwiches von der Herberge ganz besonders zu schätzen wissen.

Heute beschliesse ich, meine Pumpe schneller auf 100 % zu bringen, sobald ich vom Velo absteige, damit der Zuckerspiegel nicht ansteigt. Aber dadurch habe ich nach der Dusche eine schöne Unterzuckerung - die ist ganz schnell mit ein paar Süssigkeiten wieder ausgeglichen.

Sonntag, eine letzte Strecke „zum Auslaufen“, berichtet der Herbergsvater. 30 km lang und 325 m Steigung: Glück pur … eine bukolische Landschaft fliegt an uns vorbei, genauso schnell, wie diese 4 unvergesslichen Tage verflogen sind.

Eine Zusammenfassung schreiben ist immer schwierig, so viele Erfahrungen haben wir zusammen erlebt und so viel miteinander gelacht. Auch wenn meine Zuckerspiegel nicht ganz ideal sind, so komme ich mit dem Kopf voller Erinnerungen zurück, die beinahe nur Diabetiker miteinander machen können…

Wenn ihr mir es nicht glaubt, kommt mit und schaut es euch selber an…aber denkt ans Lied von Eis und Feuer!

Bis nächstes Jahr!

 

Anne-Lise

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Sanofi ist einer der führenden Anbieter von Lösungen für Menschen mit Diabetes. Zu unserem breiten Diabetes-Spektrum gehören neben Insulinanalogon- und Humaninsulin-Medikamenten, oralen Antidiabetika, Injektionshilfen und Blutzuckermessgeräten auch zahlreiche Services für Diabetes-Patienten, Mediziner und Diabetisches Fachpersonal. Mit der Initiative „STARK für’s Leben mit Diabetes” von Sanofi Diabetes laden wir zu kulturellen und sozialen Initiativen ein, unterstützen Diabetiker in sportliche Aktionen oder beteiligen uns an wissenschaftlichen Projekten.